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Studie der Uniklinik Heidelberg: "Teamarbeit" von Arzt und Patient erhöht die Zufriedenheit (31.03.2006)

Patienten können von einer "Teamarbeit" mit ihrem Arzt profitieren. Schon eine umfangreiche Information zu den Behandlungsmöglichkeiten trägt dazu bei, dass sie zufriedener sind und aktiv mit ihrer Erkrankung umgehen. Noch positiver fallen diese Ergebnisse aus, wenn ihr Arzt zuvor in einem Kommunikationstraining geschult worden ist, das ihn für die Bedürfnisse seiner Patienten empfänglicher macht. Dies hat eine Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg bei Patienten mit der rheumatischen Erkrankung Fibromyalgie gezeigt, die bei dem Kongress "Patient und Arzt als Team" am 30. März / 1. April in Heidelberg vorgestellt worden ist. Die Studie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen des Programms "Der Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess" gefördert.

Patienten können von einer "Teamarbeit" mit ihrem Arzt profitieren. Schon eine umfangreiche Information zu den Behandlungsmöglichkeiten trägt dazu bei, dass sie zufriedener sind und aktiv mit ihrer Erkrankung umgehen. Noch positiver fallen diese Ergebnisse aus, wenn ihr Arzt zuvor in einem Kommunikationstraining geschult worden ist, das ihn für die Bedürfnisse seiner Patienten empfänglicher macht.

Dies hat eine Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg bei Patienten mit der rheumatischen Erkrankung Fibromyalgie gezeigt, die bei dem Kongress "Patient und Arzt als Team" am 30. März / 1. April in Heidelberg vorgestellt worden ist. Die Studie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit im Rahmen des Programms "Der Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess" gefördert.

Der Bedarf nach stärkerer Einbeziehung des Patienten in den Entscheidungsprozeß und mehr Autonomie ist in Deutschland groß: In einer Umfrage wünschten sich rund 60 Prozent der Befragten eine gemeinsame Entscheidung mit dem Arzt, knapp 30 Prozent möchten nach Information alleine entscheiden. Tatsächlich werden jedoch nur etwa 40 Prozent der Patienten vom Arzt in die Therapieentscheidung einbezogen.

Die Heidelberger Wissenschaftler verglichen in ihrer Studie drei Gruppen von insgesamt 133 Patienten, die entweder nur behandelt wurden, eine zusätzliche Patienteninformation zu Therapieangeboten im Internet zur Verfügung hatten oder zusätzlich von Ärzten behandelt wurden, die als ihre "Teampartner" in einem Kommunikationstraining geschult wurden.

Fibromyalgie ("Faser-Muskel-Schmerz") ist eine chronische, nicht- entzündliche Erkrankung unbekannter Ursache, an der etwa zwei Prozent der Bevölkerung - insbesondere Frauen - leiden. In Deutschland sind mindestens 1,6 Millionen Menschen betroffen. Die Krankheit zeichnet sich durch Schmerzen in der Muskulatur und an den Sehnenansätzen aus - typisch sind "Tender-Points" (Schmerzdruckpunkte). Die Patienten klagen außerdem oft über Schlafstörungen, Müdigkeit, Morgensteifigkeit, Verdauungsstörungen, Ängste oder andere Beschwerden. Fibromyalgie ist nicht heilbar; als lindernde Therapien stehen Physiotherapie, Medikamente, Entspannungsverfahren und Psychotherapie zur Verfügung.

Die Studie der Heidelberger Wissenschaftler zeigte, dass Patienten mehr Information und den Umgang mit kommunikationsgeschulten Ärzten, die ihre Patienten aktiv in Therapieentscheidungen einbeziehen, als Bereicherung empfinden. Die Patienten sind dann eher bereit, aktiv an ihrer Behandlung teilzunehmen und das Psychotherapieangebot zu nutzen. Die Zusammenarbeit mit dem Arzt wurde insgesamt positiver bewertet als in der Vergleichsgruppe; Entscheidungskonflikte und Behandlungsstress traten seltener auf. Die Patienten konnten besser mit ihren Schmerzen umgehen. Auch die Ärzte gaben an, dass der Umgang mit den Patienten weniger kompliziert und von Kooperation geprägt war.

Literatur: Bieber Ch, Eich W et.al.: Partizipative Entscheidungsfindung als Maßnahme zur Verbesserung der Arzt-Patient-Interaktion mit Fibromyalgie-Patientinnen. Z Med Psychol 15 (2006), 1-8. (Die angegebene Literatur kann bei der Pressestelle des Universitätsklinikums Heidelberg in Papierkopie angefordert werden. E-Mail: contact@med.uni- heidelberg.de)

Hyperlinks:

Integrierte ambulante Gruppentherapie für Fibromyalgie-Patienten (IGTF): www.klinikum.uni-heidelberg.de/Integrierte-ambulante-Gruppentherapie-fuer-Fibromyalgiepatienten.2710.0.html

Sektion "Psychosomatik des Bewegungssystems": www.klinikum.uni-heidelberg.de/bewegungssystem.7856.0.html

Forschungsprojekt "Patientenbeteiligung bei medizinischen Entscheidungen": www.klinikum.uni-heidelberg.de/Patientenbeteiligung.7864.0.html

Patienteninformation über Fibromyalgie des Universitätsklinikums Heidelberg: www.fibro-heidelberg.de/Web-Info-E.html


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