Studie: Gesundheitsinformation im Internet boomt weiter / User wünschen unabhängige Qualitätskontrolle
Der Studie "Health Care Monitoring 2009" der YouGovPsychonomics AG zufolge haben sich in den vergangenen 12 Monaten 79 Prozent der Internetnutzer im Netz über gesundheitliche Themen informiert.
Köln, 27. Oktober 2009 (ots) - Der Studie "Health
Care Monitoring 2009" der YouGovPsychonomics AG zufolge haben sich
in den vergangenen 12 Monaten 79 Prozent der Internetnutzer im Netz über
gesundheitliche Themen informiert, 72 Prozent beim Arzt, 64 Prozent in
Apothekenzeitschriften und jeweils rund 60 Prozent in Gesundheitssendungen
im Fernsehen, in Mitgliederzeitschriften der Krankenversicherungen sowie
in Tageszeitungen oder Zeitschriften. Erst mit deutlichem Abstand folgen
persönliche Gespräche mit Apothekern (44%) und den Krankenversicherungen
(36%). Die Arzneimittelhersteller (13%), Patienten-/Selbsthilfegruppen
(9%) und medizinische Beratungshotlines (8%) spielen laut der Studie nur
eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.
Ein Drittel der Internetnutzer (34%) informiert sich
regelmäßig und zielgerichtet im Netz über gesundheitsrelevante Themen;
die Hälfte (51%) beschäftigt sich eher "zufällig" damit. Grundsätzlich
wenig Interesse an Gesundheitsthemen zeigen nur 15 Prozent aller Internetnutzer.
Die beliebtesten Internetportale im Gesundheitsbereich
("erste Wahl") sind aktuell "netdoktor.de", "apotheken-umschau.de",
"gesundheit.de", "apotheken.de" und die Website "bmg.bund.de/gesundheit"
des Bundesgesundheitsministeriums.
Rund die Hälfte der Internetnutzer wünscht sich eine
unabhängige Instanz, die ihnen die Informationen aus dem Internet bestätigt.
Zu den mit Abstand wichtigsten Qualitätskriterien von Gesundheitswebsites
zählen Quellenangaben, ausgewiesene Expertenaussagen und Verweise zu anderen
relevanten Informationsquellen. Darüber hinaus spielen, neben der allgemeinen
"Usability" der Websites, nachvollziehbare und umsetzbare Inhalte
eine besonders große Rolle.

